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FilmDokument: Das aktuelle Programm

FilmDokument 211

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Greif zur Kamera, gib der Freizeit einen Sinn. Amateurfilm in der DDR, Beispiel: AFC ENERGIE Berlin

 

Amateurfilm war ein wichtiger Teil organisierter Freizeitbetätigung in der DDR. Die Filmemacher/innen agierten zwischen staatlicher Förderung und Reglementierung – und erarbeiteten sich dennoch Freiräume. Mehr als 10.000 Filme entstanden: ein Brennglas der damaligen Gesellschaft.

Zum neuen Buch von Ralf Forster (Ende 2018 bei etk München erschienen) porträtieren wir ein Schlüsselstudio Ost-Berlins, den Amateurfilmclub ENERGIE. Zwischen 1972 und 1990 schufen die Aktiven um Rainer Hässelbarth Arbeitsschutz- und Satirefilme, blickten kritisch auf Berliner Energiebetriebe (Ist der Ofen aus?) und positionierten sich im Friedenskampf (AUGEN). Freundschaften pflegten sie zu tschechischen Studios, drehten Filme über die gemeinsame Vergangenheit (Krupka – nur eine Stadt?).

Spielfilmetüden und unkonventionelle Studien gehörten ebenso zum Repertoire der Gruppe wie dokumentarische Arbeiten, die u.a. durch Interviews und Befragungen einer auf Wahrhaftigkeit gerichteten Wirklichkeitssicht verpflichtet waren.

 

Einführung: Ralf Forster, Gast: Rainer Hässelbarth (ehem. Studioleiter AFC ENERGIE)

 

Am Dienstag, den 29. Januar 2019, um 19:00 Uhr im Arsenal