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FilmDokument 69

Röntgenstrahlen und Küchenzauber: Kulturfilme der 20er und 30er Jahre von Martin Rikli
26. November 2004, Arsenal 2
Der heute fast vergessene Schweizer Regisseur und Kameramann Martin Rikli (1898-1969) war einer der Vorreiter des populär-wissenschaftlichen Films; sein Schaffen ist von Neugierde und dem Bestreben nach unterhaltsamer Aufklärung geprägt. Zwischen 1924 und 1950 realisiert Rikli an die hundert Kulturfilme, die meisten davon für die Ufa. In ATMEN IST LEBEN (1929) veranschaulicht er die Funktionsweise der Atmung. In UNSICHTBARE WOLKEN (1932) macht er die Bewegungen warmer Luft sichtbar. Der Film IM HEILIGTUM VON LING YIN entsteht 1931 in einem der ältesten buddhistischen Heiligtümer in China, der 1300 Jahre alte Höhlentempel wird wenig später zerstört. 1936 erklärt er  dem Kinopublikum die RÖNTGENSTRAHLEN und die Röntgen-Kinematographie. In KÜCHENZAUBER (1943) demonstriert er schließlich, warum ein Hefe-Klos beim Kochen aufgeht, wie man ein gekochtes von einem ungekochten Ei unterscheidet und wieso sich der Kullerpfirsich im Sektglas dreht.

Einführung: Kerstin Stutterheim

ATMEN IST LEBEN (D 1929)       
TUNESISCHE TÖPFEREI (D 1929)       
UNSICHTBARE WOLKEN  (D 1932)       
IM HEILIGTUM VON LING-YIN (D 1932)   
RÖNTGENSTRAHLEN (D 1936)           
KÜCHENZAUBER (D 1943)

Kopien: Bundesarchiv-Filmarchiv
Dokumentation dieser Veranstaltung:
► Kerstin Stutterheim: Röntgenstrahlen und Küchenzauber. Kulturfilme der zwanziger und dreißiger Jahre von Martin Rikli. In: Filmblatt, 10. Jahrgang, Nr. 27, Frühjahr/Sommer 2005, S. 33-39