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FilmDokument 66

AUF LANDSTRAßEN DURCH SACHSEN. Kultur- und Werbefilme der Boehner-Film 1926-1967
25. Juni 2004, Arsenal 2
FilmDokument widmet sich im Juni einem kleinen Ausschnitt aus der mehr als 2.000 Filme umfassenden Produktion der Werbefilmfirma Boehner-Film. 1926 in Dresden gegründet, avanciert sie bald zu dem größten Filmunternehmen Mitteldeutschlands. Hergestellt werden Produktwerbefilme für das Kinovorprogramm sowie Industrie-, Kultur- und Lehrfilme. Der Vortragsfilm WARUM EIN FILM? (ca. 1930) erklärt anhand zahlreicher Ausschnitte spielerisch die besonderen Vorteile des Werbefilms. Im Auftrag der Staatlichen Kraftwagen-Verwaltung entsteht 1929 der Kulturwerbefilm AUF LANDSTRAßEN DURCH SACHSEN: Ein junges Paar reist in komfortablen Eilomnibussen durch die sächsische Landschaft. Aufgelockert durch Spielszenen wirbt der Film für das touristische Potenzial der Region und stellt zugleich eines der besten Verkehrsnetze Deutschlands vor. ANRUF 25881 von 1927 ist ein Werbefilm für das Dresdner Arbeitsamt, der mit ausgefeilten Mehrfachbelichtungen die moderne Filmsprache der Zwanziger Jahre aufgreift. In dem Trickwerbefilm SCHNICK UND SCHNORKE ODER WIE MAN SICH VOR SCHADEN BEWAHRT (1934) weist Fritz Wollangk unterhaltsam auf die Gefahren im Haushalt und die Nützlichkeit einer Lebensversicherung hin. Aus dem abendfüllenden Kulturfilm SACHSEN, WIE ES WIRKLICH IST (1935) zeigen wir das Städteporträt LEIPZIG, DAS TOR DER WELT. Nach Kriegsende produziert die Boehner-Film von 1950 bis 1967 in Erlangen und Hamburg weiter. Aus Anlass des 10. Jahrestags der Zerstörung Dresdens lässt sie die Barockstadt filmisch aus den Ruinen auferstehen. Für DIE LEUCHTENDE STADT (1955) kompiliert der langjährige Boehner-Regisseur C. A. Engel Materialien aus Dresden-Filmen der dreißiger Jahre zu einem wehmütigen Erinnerungsfilm.
Zugleich Präsentation des von André Eckardt verfassten Buchs Im Dienst der Werbung. Die Boehner-Film 1926-1967, das in der Reihe Filmblatt-Schriften von CineGraph Babelsberg erscheint.
Einführung: André Eckardt

WARUM EIN FILM? (D ca. 1930)
AUF LANDSTRAßEN DURCH SACHSEN (D 1929)
ANRUF 25881 (D 1927)
SCHNICK UND SCHNORKE ODER WIE MAN SICH VOR SCHADEN BEWAHRT (D 1934)
SACHSEN, WIE ES WIRKLICH IST: LEIPZIG, DAS TOR DER WELT (D 1935)
Kopien: Bundesarchiv-Filmarchiv

DIE LEUCHTENDE STADT (BRD 1955)
Kopie: Friedrich Wilhelm Murnau-Stiftung
Dokumentation dieser Veranstaltung:
► André Eckardt: Auf Landstraßen durch Sachsen. Kultur- und Werbfilme der Boehner-Film 1926-1967. In: Filmblatt, 9. Jahrgang, Nr. 26, Winter 2004, S. 27-37